Neuromarketing: Social Proof nutzt den Herdentrieb um Kunden zu manipulieren

Geschrieben am 26.06.2018 von
Desktop Version des Artikels

Der Mensch ist nicht gerne alleine! Er ist ein typisches Herdentier. Dieser Urinstinkt bewirkt, dass wir uns in einer Gruppe sicherer fühlen. Dieses Verhalten macht man sich auch im Marketing zunutze. Werbetreibende haben längst erkannt, dass Menschen in Situationen der Unsicherheit dazu neigen der Mehrheit zu folgen anstatt sich selber ein Urteil zu bilden. Das liegt daran, dass man den Anbieter oder Verkäufer selbst nicht kennt. Dieser wiederum macht gute Verkaufsversprechen. Aber kann man denen trauen? Man möchte sich ein eigenes Urteil bilden und sucht beispielsweise in Bewertungsportalen nach Rat. Es spielt dabei keine Rolle, ob wir diese anderen Personen kennen. Ihrem Eindruck vertrauen wir meistens blind. Der Social Proof oder soziale Bewährtheit wird im Marketing benutzt, um das Verhalten von potenziellen Kunden zu manipulieren. Dieses Verhalten hat enormen Einfluss auf eine Kaufentscheidung.

Wie ich mich vom Social Proof beeinflussen lasse

Auch ich gehöre zu denjenigen, die regelmäßig vor der Buchung einer Urlaubsreise einschlägige Bewertungsportale im Net aufsucht, um mich über die Meinung anderer zu informieren. Und auch ich vertraue hier vollkommen fremden Personen. Wenn ich jemanden sehe, der in die Luft schaut, folge ich ebenfalls seinem Blick in den Himmel. Immerhin kann ich mich davon freisprechen, dass ich mich gezielt an der längsten Kasse im Supermarkt anstelle. Aber es gibt keinen Artikel bei Amazon, de ich gekauft habe, ohne vorher die dazugehörigen Rezensionen gelesen zu haben. Auch ich bin ein typisches Opfer dieses Herdentriebes.

So nutzt die Werbung den Social Proof aus

Man orientiert sich gerne an anderen, möchte wissen, wie sie in der gleichen Situation entschieden haben. Dieses Social Proof lässt sich durch verschiedenste Tricks beeinflussen. Testimonials oder Kundenmeinungen sind ein beliebtes Mittel der Werbeprofis. Aber auch mit prominenten wird gerne geworben. Insgesamt gibt es fünf Typen von sozialer Bewährtheit, die auf bestimmten Personen oder Personengruppen basieren: Das Prinzip, das den Herdentrieb in uns ausnutzt und Kaufentscheidungen beeinflusst gilt für Empfehlungen, positive Bewertungen und auch Gütesiegel, mit dem Unterschied, dass hier eine Institution als sozialer Beweis dient. Facebook nutzt dieses Social Proof, indem angezeigt wird, welche Person aus dem Freundeskreis etwas gut findet. Der Herdentrieb wird überall ausgenutzt um die Verkaufszahlen zu steigen. Ohne nachzudenken kann Social Proof durchaus als einer der stärksten Trigger der Konsumpsychologie betrachtet werden.

Weitere Artikel

Preistricks im Marketing

Mit Duftstoffen den Erfolg von Werbebriefen steigern

Werbepsychologie Farben in der Werbung

Vom Expertenwissen unserer Marketingprofis profitieren

Neuromarketing: Wie Werbung das Kaufverhalten manipuliert

Personas im Marketing

Einfache Begriffe in Werbebriefen lassen Bilder entstehen