Mit Duftstoffen den Erfolg von Werbebriefen steigern

Geschrieben am 26.07.2018 von Peter Müller
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Unser Gehirn nimmt Informationen durch Sinneseindrücke wahr. Was aber passiert, wenn nicht alle Sinneseindrücke zur Verfügung stehen. Zum Beispiel in einem Werbebrief. Informationen werden über das Gehör, den Tastsinn, das Auge, den Geschmack und den Geruchssinn vermittelt. Wesentliche Sinneseindrücke fehlen also im Werbebrief. Dass das aber nicht unbedingt sein muss, zeigen Werbesendungen, die mit Duftstoffen angereichert wurden. Beim Öffnen des Werbebriefes erwartet den Empfänger ein Dufterlebnis, das die Kaufbereitschaft beeinflussen soll. Es sind diverse Duftstoffe verfügbar, die sich je nach Produkt einsetzen lassen. Die Duftstoffe wirken auf das Unterbewusstsein, erzeugen in uns Emotionen, die wir gar nicht bemerken.

Olfaktorische Reize erzeugen Emotionen

Durch die Duftstoffe wird ein zeitverzögertes Wirkungssystem in Gang gesetzt, das über den olfaktorischen Sinneseindruck im limbischen System Emotionen erzeugt, die auf eine Manipulation der Kaufentscheidungen abzielt. Ein Großteil unserer Kaufentscheidungen fällt aus dem Bauch heraus, ohne, dass wir drüber nachdenken. Duftstoffe im Papier des Werbebriefes erhöhen die Aufnahmebereitschaft für die Werbebotschaft oder das Angebot wird positiv unterstützt. Aus dem Neuromarketing ist bekannt, dass die sanfte Beduftung das limbische System stärker stimuliert, als intensiv wahrgenommene Gerüche. Letztere Düfte könne sogar als unangenehm wahrgenommen werden. Werbebriefe erhalten durch die Anreicherung mit Duftstoffen neben der optischen und der haptischen Wahrnehmung noch einen zusätzlichen olfaktorischen Sinneseindruck.

Verschiedene Verfahren zum Aufbringen der Düfte

Inzwischen bieten verschiedene Druckereien und Hersteller das Aufbringen von Duftstoffen an. Dabei unterscheiden sich die eingesetzten Techniken erheblich. Die Verfahren reichen von Ampullen, die erst beim Öffnen des Werbebriefes ihre Duftstoffe freisetzen, über Duftlacke bis hin zu aufgebrachten Duftfeldern, die erst durch Reibung Ihre Aromastoffe freisetzten. Der beste Effekt auf das Unterbewusstsein entsteht natürlich durch Verfahren, die ihre Duftstoffe unbemerkt abgeben.

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